Löwen Tiger Leoparden

Die Begegnungen mit Grosskatzen zählen sicher zu den interessantesten Begegnungen, die wir uns als Menschen vorstellen können. Sie sind außergewöhnlich und nicht ungefährlich. Es gab schon einige Tote im Bereich der Tierparks und Zoos

Warum wir uns auf dieses "Abenteuer" eingelassen haben ist nicht so einfach zu beantworten. Entscheident war sicher auch, dass in den von uns besuchten Bereichen noch nichts Negatives passiert ist. Man hat jedenfall nichts davon gehört.

Außerdem wo bekommt man so etwas schon geboten.

Also haben wir uns entschieden die Raubkatzen zu besuchen.

Tiger und Leoparden in Tailand

In unserem Thailandurlaub sind wir von Urlaubern angesprochen worden und diese erzählten uns, dass es einen Tiger Tempel gibt, in dem man die Tiger hautnah erleben kann. Das wäre aber nicht Artgerecht und man sollte es nicht machen. Der Gedanke ließ uns aber nicht los und so sind wir dann mit einer kleinen Gruppe und einer einheimischen Führerin mit dem Wagen ca.120km zum Tiger Tempel gefahren. Unterwegs haben wir an der Brücke am Kwai eine Rast gemacht. Hier sind wir dann auf die Leoparden getroffen, die an einer Ketter lagen und von Einheimischen für ein Trinkgeld angeboten wurden. Man durfte sie mit der Flasche füttern und streicheln. 

Zwei junge Leoparden
Zwei junge Leoparden

Wir haben mitgemacht, obwohl uns die Tiere schon leid taten. Artgerecht war hier nichts. Was machen die mit denen wenn sie größer werden? 

Die Möglichkeiten im Leben mal einen Leoparden zu streicheln gibt es sicher 

kaum. Also haben wir die Chance genutzt auch wenn uns diese Tiere leid getan haben.

Dann ging es Richtung Tiger Tempel. Dieser lag außerhalb der Zivilisation. Das Gelände war mit einer großen Mauer umgeben. Nur am Eingang war die Mauer unterbrochen. Von einem Tempel war aber nichts zu sehen. Es gab hier nicht nur die Tiger sondern auch eine Menge von Nutztieren, Wildschweinen,Hirschen usw.. Sie alle liefen hier fei herum.

Die Mauer des "Tempels"
Die Mauer des "Tempels"
Eintrittkarte 500 Bart
Eintrittkarte 500 Bart
Der Eingang auf das Gelände.
Der Eingang auf das Gelände.

Am Anfang trafen wir auf 15 Tiger, die an Bäumen angekettet waren. Es gab dann die Möglichkeit die Tiger anzufassen und die Betreuer haben die Fotos gemacht. Das war dann auch jedesmal so. 

Der erste Kontakt
Der erste Kontakt
Unnormal
Unnormal
Der Abmarsch
Der Abmarsch

Nachdem genug Besucher da waren ging es mit den Tigern zu Fuß in einen Canyon. Hier bekam man wieder die Gelegenheit die Tiger zu streicheln.

Unterwegs durfte man dann auch mal die Leine der Tiger halten. Es gab auch Anweisungen wie man sich den Tigern gegenüber verhalten soll. Für uns war das schon eine spannende Situation die fast unglaubwürdig Aussah.

Auch wir durften mal den Tiger "führen".
Auch wir durften mal den Tiger "führen".
Pim unsere Reiseführerin
Pim unsere Reiseführerin

Nachdem wir im Canyon angekommen waren, wurden die Tiger wieder an die Bäume gekettet. Die Besucher warteten zusammen. Es gab Informationen über den Tempel und den Tigern. Es begann mit ausgesetzten kleien Tigern die großgezogen wurden. Da es ihnen dort so gut geht vermehrten sie sich auch.

Man ist gestrebt mit Nachzuchten die Art zu erhalten. Das die offizielle Begründung.

Die Wahrheit ist nach recherchen einer deutschen Zeitung, dass mit Tierquälereien und Mißhandlungen die Tiger gefügig gemacht werden damit sie Geld einbringen.

Durch den Bekanntheitsgrad kommen immer mehr Menschen, die sich dieses Spektakel ansehen wollen. Um die 10€ p.P.im Schnitt bewegen sich die Einnahmen. In dem armen Land ist das viel Geld.

Der einzige Mönch den wir sahen
Der einzige Mönch den wir sahen
Was ist passiert?
Was ist passiert?

Tiger die gerade noch liefen lagen plötzlich am Boden und waren gleichzeitig müde. Hier wurde nach unserer Meinung mit Beruhigungsmitteln nachgeholfen. Ständig spritzen die Bewacher den Katzen mit Wasserflaschen etwas auf ihre Nasen. Das war schon sehr merkwürdig. So aber konnten nun die nächsten Fotos geschossen werden. Jeder bekam einen Bewacher an die Hand und der führte einem zu jedem Tiger und machte dann das Foto.

Alle eingeschlafen was für ein "Glück"
Alle eingeschlafen was für ein "Glück"

Im Anschluss wurde noch ein Event angeboten, in dem einige Tiger in dem kleinen See baden gehen würden. Das Ganze für einen Aufpreis. Wir hatten aber keine Zeit mehr und mussten weiter. Ansonsten hätten wir es wohl mitgemacht.

Der Rückweg
Der Rückweg

Im Anschluss ging es dann zurück und es warteten noch zwei junge Tiger auf uns. Auch hier wurden die Fotos wieder von den Aufsehern gemacht.

Ein Hirsch macht Pause
Ein Hirsch macht Pause

Es war sicher ein außergewöhnliches Erlebnis, dass man sicher so nie wieder bekommen wird. Die Umstände aber lassen keine große Freude aufkommen.

Schlechte Haltung und Behandlung der Tiger sind nicht Akzeptabel. Mit den Geldeinnahmen könnte man Verbesserungen anstreben wenn es denn gewünscht wäre. Aber wie so oft im Leben "erst komme ich und dann die Tiere". Von Buddhisten hätte ich mir mehr Tierliebe gewünscht, die sie ja angeblich haben (siehe die heiligen Kühe) Tieren tut man nichts. Man läßt alle in Ruhe. 

Löwen auf Mauritius

Bei einer Rundreise waren wir auch in einem Tierpark. Hier fiel uns auf, dass es einen Safaripark gab. Wir dachten das man hier mit dem Fahrzeug an den Tieren vorbei fahren würde. Aber nein. Es gab hier die Möglichkeit mit Tigern oder Löwen spazieren zu gehen . Das klang interessant. Wir hatten aber keine Zeit mehr um das genauer zu prüfen.

Im Hotel haben wir dann im Internet recherschiert und uns entschlossen mit den Löwen spazieren zu gehen..

Man musste eine Zeit angeben in der man das machen möchte. Wir buchten im Internet vor. Mit dem Bus ging es dann dort hin. Etwas mühseelig denn wir waren  mit alten Bussen ca 2 Std. (50km) unterwegs, die an jeder Ecke anhielten.

Es gab auch noch die Möglichkeiten nur Fotos mit den Tieren einschließlich den Geparden zu machen. Hierfür wurde man in den Auslauf gebracht und man konnte dann die Fotos machen. Die ganze Aktion hat uns 100€ p.P. gekostet.

Die ""Stallungen" der Tiere
Die ""Stallungen" der Tiere

Vorab gab es eine Einweisung und jeder in der Gruppe bekam einen Stock.

Darauf würden die Löwen achten.

Unsere Gruppe
Unsere Gruppe

Dann wurden die Löwen zu uns gebracht. Männchen und Weibchen ca 1,5 Jahre alt. Es wurden aus 6 Löwen die ausgewählt, die gerade Lust dazu hatten. So wurde es uns erzählt. Alles freiwilig.

Die Ankunft
Die Ankunft
Das Weibchen.
Das Weibchen.

Danach gab es einige Informationen über die Löwen und dann ging es langsam durch den Wald.

Unterwegs würde des öfteren gehalten und man durfte die Tiere anfassen und Fotos machen. Damit sie bei der Wärme bei Laune blieben wurde ihnen ab und zu etwas Fleisch gegeben. So lockte man sie auch auf die Bäume.

Ansonsten trotteten sie langsam neben uns her. Hatten sie keine Lust mehr legten sie sich hin. Die Aufseher mussten sie dann neu animieren weiter zu gehen. Einmal rannte das Männchen davon und versteckte sich. das Weibchen merkte es zu spät. Als wir dann gemeinsam in Richtung des Männchens gingen und das Weibchen ihn entdeckte sprang sie auf ihn los und sie begrüßten sich herzlich.

Ein interessanter Moment
Ein interessanter Moment
lecker
lecker
erst mit 2 jahren die die Mähne komplett.
erst mit 2 jahren die die Mähne komplett.
Der Abmarsch
Der Abmarsch

So nah mit Löwen zusammen zu sein war natürlich ein spannendes Erlebnis.

Im Unterschied zu Tailand aber hatten wir das Gefühl, dass es hier anständiger zugeht. Die Tiere bewegten sich und man konnte auch ihr Unterkünfte einsehen. Die Tiere wurden nicht überfordert und man wechselte diese auch aus. Es waren alles relativ junge Tiere, die dort aufgewachsen sind.

Es gab zusätzlich 4 Tiger und zwei Geparde.

Die Tiger in ihren Gehege.
Die Tiger in ihren Gehege.
Zwei andere Löwen bei der Pause.
Zwei andere Löwen bei der Pause.

Den Spaziergang ca 1Std. hätte man sich aus Kostengründen sparen können. Es ging nur ein wenig hin und her ansonsten wurde viel gestanden und die Löwen fotografiert. Das hätte man in dem Auslauf für die Hälfte an Geld bekommen können. Trotzdem war es schon ein einmaliges Erlebnis.

Mit dem Bus ging es dann zurück. Umsteigen in der Hauptstadt auf dem großen Busbahnhof.

Das waren schon sehr einmalige Situationen in die wir dort hineingeraten sind. Risiko gibt es sicher überall. Ob Bergsteigen Bungee Sprung oder Flugdrache jedes hat seinen Reiz und die Gefahr.